Pieter Laurens Mol, Ludmila Danon
Burg Lede Bonn 29.03.–17.05.25
Burg Lede Bonn
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LUDMILA DANON & PIETER LAURENS MOL
A ROSE ON MARS

BURG LEDE BONN 29.3. – 17.5.2025
ERÖFFNUNG SAMSTAG 29. MÄRZ 2025, 17 – 19 UHR
Einführung in die Ausstellung im Dialog mit dem Künstler und der Künstlerin um 17.30 Uhr

„Alles auf der Welt besteht aus Atomen. Und alles zerfällt irgendwann auch wieder in Atome. Auch wir, unser Körper und unsere Seele. Es kann nach dem Tod also gar nichts anderes geben als: nichts!“ Der römische Dichter und Philosoph Lukrez wollte seinen Zeitgenossen mit seiner Schrift  „Über die Natur der Dinge“  Angst (Phobos) und Schrecken (Deimos), nehmen und sie zu einem Zustand der Seelenruhe führen.  Mit dem Symbol der Venus macht er die positiven Kräfte der Natur zum Gegenstand einer dennoch religiösen Anschauung. „Lebensspendende Venus: du waltest im Sternengeflimmer / Über das fruchtbare Land und die schiffedurchwimmelte Meerflut / Du befruchtest die Keime zu jedem beseelten Geschöpfe / Daß es zum Lichte sich ringt und geboren der Sonne sich freuet.“ Allein Venus obliegt es, den wild wütenden Kriegsgott Mars zu besänftigen – mit allen damit einhergehenden Verstrickungen. Erstmals verbinden sich auf dieser Klaviatur die Werke des Künstlerpaares Ludmila Danon und Pieter Laurens Mol in einem künstlerischen Dialog über Krieg und Liebe. Ludmila Danons zart pastellene Landschaften lassen die zugleich körperbezogene und jenseitige Natur des Rokoko aufleben und das Sternengeflimmer der Venus als Haut des Bildes erscheinen. In Ludmila Danons Ölgemälden verschmilzen und vermischen sich Farbschichten zu reiner Atmosphäre, die im Titel der Arbeit Sans Titre (Note de Fond), also als Grundnote eins Duftes zum Ausdruck kommt. Vage und verblassend und dennoch voll der Erinnerung und Verführung schwingen Atome im Raum, die mitunter mächtiger wirken als martialische Waffen. Die Ausstellung „A Rose On Mars“ kreist um die Gegensätze des göttlichen Paares Mars und Venus und erforscht eine Seelenlandschaft, die Schlachtfeld und Wiege zugleich ist. Pieter Laurens Mol steuert in „The Overpressure of Timidity“ eine Rauminstallation mit einer rostigen Ölkanne bei, aus der sich ein Fuchsschwanz ergießt. In der surrealen Kombinatorik auch an die Junggesellenmaschine von Marcel Duchamp erinnernd, scheint hier das Verhältnis von Begehren und Wunscherfüllung nach dem Modell mechanischer Abläufe, gewissermaßen als „psychische Apparatur“ (Freud) konstruiert.