parrotta

GALERIE KÖLN & CABINET COLOGNE, BRÜSSELER STR. 21, T +49.221.92355901, MI-FR 13 - 18 UHR, U.N.V.

GALERIE BURG LEDE BONN, AN DER BURG LEDE 1,T +49.228.71012501, FR-SA 14 - 17 UHR, NACH VORANMELDUNG

 

KÖLN

SUSANNE M. WINTERLING

NODE L.E.A.P.

GALERIE BRÜSSELER STASSE KÖLN 14. DEZEMBER 2022 – 3. FEBRAUR 2023

 

 

Susanne M. Winterling, embankment, 2020, installation, mixed media, commissioned by
Kunstverein Freiburg, detail from the installation

 

 

Inspiriert an naturwissenschaftlichen Bildgebungsverfahren bringt Susanne M. Winterling in ihren immersiven Arbeiten das komplexe und fruchtbare Verhältnis zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Lebensformen ans Licht. Ihre Intention ist es dabei auch, herkömmliche Machtstrukturen und Denkansätze, wie die Trennung von Natur und Kultur, kritisch zu hinterfragen.

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Die Kooperation mit Simone Schürle, Biomediziningenieurin und Leiterin des Responsive Biomedical Systems Lab an der ETH, und deren Team leiteten Winterling zu einem künstlerischen Bildsystem, das durch einen radikalen Perspektivwechsel die Beziehung von Mensch und Mikroorganismus neu auslotet und zu einem nicht-anthropozentrischen Blick auf Natur und Umwelt einlädt.

 

Seit 2014 setzt sich die deutsche Künstlerin in zahlreichen Werken mit biolumineszenten Mikroorganismen auseinander, so zum Beispiel in der multimedialen Installation »Planetary Loop of Gravitation«, wo diese raumeinnehmend als pulsierende, 3D animierte Nachbildungen auftreten. Aus ihrer intensiven Beschäftigung mit diesen Lebensformen heraus begründete Winterling das künstlerisch-wissenschaftliche Netzwerk Planetary sensing: navigations below the surface. Sachkundige aus der Biologie, Astrophysik, Philosophie und den Sozialwissenschaften erforschen gemeinsam mit den Anwohner:innen der Oyster Bay auf Jamaika die in den dortigen Gewässern lebenden Dinoflagellaten. Diese Einzeller, die bei Bewegung oder Berührung aufleuchten, spielen nicht nur in den indigenen Mythen der jamaikanischen Kultur eine zentrale Rolle, sondern liefern auch wichtige Informationen über den Zustand und Verschmutzungsgrad des Ökosystems.

 

Fragt man Susanne M. Winterling nach einem Schlüsselerlebnis für ihre künstlerische Auseinandersetzung mit biolumineszenten Organismen, erzählt sie von einer Begegnung, die sie während einer Residency als junge Künstlerin mit einem Fischer aus Vieques hatte: »Pedros Geschichten vom Aqua Viva als auch sein politisches Engagement gegen die Atomversuche vor der Küste haben mich damals sehr beeinflusst und animiert, einen größeren lokalen und globalen Zusammenhang von Biosensoren und unserer sinnlichen Wahrnehmung zu sehen. Nicht unwichtig war aber auch, dass ich als Kind den Regen von Tschernobyl erfahren habe.« Text: Susanne Schaller 

 

 

BONN

MOL / RAUTERT / SCHMIDT

GALERIE BURG LEDE BONN 14. Dezember 2022 – 3. Februar 2023

 

 

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